Ortsteil Diehmen / Demjany

Gründungsjahr:

1223 in Oberlausitzer Grenzurkunde erwähnt

Art des Dorfes:

Waldhufendorf

Ortstypisches:

• landwirtschaftlich geprägte Bebauung (z.T. Drei- und Vierseithöfe)
• Siedlungshäuser sowie Ein- und Zweifamilienhäuser
• kein eigentliches Ortszentrum bzw. kein eigentlicher Ortskern

Erreichbarkeit:

• Staatsstraße Bautzen - Neukirch (S119)
• Staatsstraße Gaußig - Wilthen (S118)

Feuerwehr:

Bereits 1858 gab es eine pferdebespannte Handdruckspritze im Privatbesitz. Am 22. Juli 1893 wurde die Freiwillige Feuerwehr Diehmen gegründet. Ende der 1960iger Jahre wurde eine Frauengruppe gegründet. Einweihung des neuen Gerätehauses im November 1978. Im Jahr 1980 ergab sich die Möglichkeit, vom Fernsehen der DDR ein ausrangiertes Tanklöschfahrzeug TLF zu bekommen. Im Herbst desselben Jahres war es dann soweit, eine kleine Dorffeuerwehr erhielt ein modernes Fahrzeug. 2007 erhielt die Wehr einen neuen Mannschaftstransportwagen. Die Freiwillige Feuerwehr Diehmen ist heute noch aktiv und arbeitet eng mit der Freiwilligen Feuerwehr Dretschen-Arnsdorf zusammen.

Geschichtliches:

Diehmen wird eingebettet vom Großen Picho (499m) mit seinen Nebenhöhen und dem Tschelentsy (367m), welcher nach Nordosten mit der Weißnaußlitzer Schwelle gegen raue Winde wirksam abschirmt. Erstmals wurde Diehmen 1223 (1241) als „Dymin” in der Oberlausitzer Grenzurkunde genannt, es gehörte zum königlich-böhmischen Burgwart Seitschen, an seine Flure grenzten im Osten und Westen die bischöflich - meißnischen Burgwarte Doberschau und Göda. Westlich dieser Grenze wurden deutsche Wohnplätze angelegt, aus denen das heutige Mitteldorf wie auch das Oberdorf entstanden. Das sorbische Unterdorf erweitert sich in Richtung Niederdorf und Siedlung (1929). Zu den ältesten erhaltenen Gebäuden zählen das ehemalige Rittergut an der Gaußiger Straße, das ehemalige Mühlengebäude im Mitteldorf 4, die Diehmener Mühle und Kleebusch 9. Diehmen liegt an der Staatsstraße 119 Bautzen - Neukirch und an der Staatsstraße 118 Gaußig - Wilthen. Wanderwege führen entlang der „Kleinen und Großen Gaußiger Runde“ über den Holtschberg nach Naundorf. Von hier hat man einen herrlichen Blick bis nach Hoyerswerda und Boxberg.