Ortsteil Dretschen / Drječin

Gründungsjahr:

1241 in Oberlausitzer Grenzurkunde erwähnt

Art des Dorfes:

Platzdorf

Ortstypisches:

• Dorfanger mit Kriegerdenkmal
• ländliche Prägung
• Umgebindehäuser

Erreichbarkeit:

• Staatsstraße Bautzen - Neukirch (S119), Abzweig Dretschen / Arnsdorf / Wilthen

www.stadtplan.net

Pensionen:

"Pichoblick", Fam. Tuma, Telefon: 035930-51 39 1

Feuerwehr:

Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr fand im Jahr 1936 statt. Sie arbeitete seit ihrem Bestehen eng mit der FFW Arnsdorf zusammen. 1996 erfolgte der Zusammenschluss mit der FFW Arnsdorf und 2005 erhielten die Kameraden ein neues Tanklöschfahrzeug.

Geschichtliches:

Mit seinen Fluren breitet Dretschen sich zwischen dem Fuß des Berges Tschelentsy und dem Kamm des Großen Picho aus. Der Horken bei der Pappmühle schirmt das Dorf gegen Nordwesten ab. Gegen Osten steigt steil die Höhe 346,5 m als Ausläufer des Arnsdorfer Kapellenberges an. Das Lange Wasser durchquert Flur und Ort in nordwestlicher Richtung und bildet zwischen Arnsdorf und Dretschen ein sumpfiges Wiesental. Erstmals 1241 urkundlich genannt, gehörte es zur Burgwarte Doberschau. Die erste Ortsnennung erfolgte 1352 als „Dreschin“, der Ort wurde als Platzdorf angelegt.

Am Dorfanger befindet sich das Kriegerdenkmal aus dem 1. Weltkrieg und es gibt noch einige erhaltene Umgebindehäuser. Die sogenannte „Alte Schule“ von 1840, welche sich in der Dorfmitte befindet, war 40 Jahre lang die Wirkungsstätte des Botanikers und Dorfschullehrers Michael Rostock (1821 -1893). Sein „Handbuch der Pflanzenkunde“ in sorbischer Sprache begründet neben seiner naturwissenschaftlichen Bedeutung auch die Schaffung einer wissenschaftlichen sorbischen Sprache. Die ehemalige „Neue Schule“ (1913/14) beherbergt heute die Feuerwehr. Dretschen liegt an der Staatstraße 118 und ist auch zu erreichen über die Staatstraße119 Bautzen - Neukirch Abzweig Kreuzung Dretschen - Diehmen. Von hier führen Wanderwege über den Kapellenberg nach Sora und weiter zum „Mönchswalder Berg“ (447 m) oder den Wiesenweg entlang im Tal nach Arnsdorf und zum Picho (499 m). Auch die „Große Gaußiger Runde“ führt hier lang.